Buchtour – Einfach nachhaltig nähen

Heute macht die Buchtour „Einfach nachhaltig nähen“ bei mir Station und ich freue mich sehr ein Teil der Tour zu sein. Gerade jetzt wo der Coronavirus unseren Alltag lahm legt und das Leben extrem beeinflusst, darf man die Umwelt, Aktionen wie FridayforFuture und das Thema Nachhaltigkeit nicht aus den Augen lassen. Denn in jeder Kriese steckt auch eine Chance gestärkt daraus hervorzugehen und gewisse Änderungen die jetzt unseren Alltag bestimmen auch in der Zukunft beizubehalten.

Wenn vor paar Wochen jemand gesagt hätte, dass es für so viele Menschen möglich sein wird von daheim im Homeoffice zu arbeiten (das parallel dazu stattfindende Homeschooling lassen wir jetzt mal außen vor), weniger zu reisen und Meetings per Videokonferenz stattfinden zu lassen. Wahrscheinlich hätte die Mehrheit der Arbeitnehmer, als auch der Arbeitgeber gesagt, dass das alles nicht geht.

Und plötzlich merken wir, dass es geht. Plötzlich geht es auch, dass wir nicht ständig zum Einkaufen müssen, wenn wir besser im Voraus planen. Oder wir merken, dass wir gewisse Dinge doch nicht brauchen, nachdem wir sie nicht sofort kaufen können. Oder wie bei uns Nähbloggern: mal die ganzen Stoffvorräte sichten, weil man eben nicht mal eben neuen Stoff kaufen kann (bzw. die Post gerade Wochen benötigt) aber unbedingt nähen will.

Und genau hier trifft Petra von pedilu mit ihrem neuen Buch genau den Zahn der Zeit: „Einfach nachhaltig nähen“ lautet der Titel ihres neuen Buches. Petra schreibt dabei ganz entspannt und zugleich informativ über das Thema Nachhaltigkeit beim Nähen. Sie gibt Denkanstöße zum Thema Konsum und last but not least zeigt sie in ihrem Buch viele Projekte, die sich im Alltag schnell umsetzen lassen.

Gleichzeitig kommen paar liebe Bloggerfreunde in ihrem Buch zu Wort, was mich persönlich besonders gefreut hat. Wenn Ihr wissen wollt, was alles genau in Petras Buch drin ist, dann klickt Euch mal hier zu ihr auf den Blog. Dort stellt sie das Buch ausführlich vor.

Ich habe mir beim Durchblättern des Buches ein kleines Projekt ausgesucht, welches aber schon länger auf meiner Nähwunschliste stand: Spültuch und Topfreiniger. Schon seit über zwei Jahren haben wir bei uns im Haushalt einiges im Alltag im Bezug auch Nachhaltigkeit umgestellt. Als erstes wurden keine Spülschwämme und -tücher mehr gekauft. Wir haben damals mehrere gehäkelte Spültücher aus dem Norwegenurlaub mitgebracht und diese werden seit dem ständig benutzt. Da mich diese als Alternative restlos überzeugt haben, wollte ich jetzt auch die selbstgenähten ausprobieren. In meinem Stoffvorrat fanden sich auch noch Reste an Baumwollfrottee und Waffelpique und die Umsetzung ging dank Petras Buch sehr schnell.

Ich freue mich sehr, dass ich nun in meiner Küche (die wir gerade übrigens renovieren und eben aus Gründen der Nachhatigkeit nicht einfach neu kaufen) diese verwenden kann. Das werden definitv noch paar weitere folgen und als Geschenk sind sie, wie ich finde, ebenfalls sehr gut geeignet.

Im übrigen benutzen wir bei uns zum Abspülen Spülmittel, welches wir im Unverpacktladen immer nachfüllen und so jede Menge Kunststoff sparen. Gleichzeitg habe ich vor einiger Zeit die Kernseife zum Abspülen für mich entdeckt und bin von dieser restlos begeistert. Noch weniger Müll und noch ergebiger. Und falls Ihr doch noch paar hartnäckige Dinge zum Schrubben habt, dann empfehle ich Euch ein Kupfertuch. Das ist wirklich extrem langlebig, lässt sich wunderbar ausspülen und gibt beim Schrubben kein Mikroplastik ab.

Was übrigens ebenfalls vor über zwei Jahren bei uns im Haushalt gehen durfte, ist die Haushaltsrolle. Kleine Reste an Stoff, besonders Musselin werden bei mir direkt in kleine Quadrate zerschnitten und mit der Overlock versäubert. Und so sind sie fertig zu Benutzung. Allerdings muss ich sagen, dass dies inzwischen bei uns im Haushalt auch immer weniger genutzt wird. Eigentlich nur noch beim Essen, falls jemand sich die Finger mal abwischen muss oder so. In der Küche verzichten wir völlig darauf.

Und nun übergebe ich die Staffel an Annika von Näh-Connection. Die Buchtour läuft nämlich diesmal etwas anders ab als sonst üblich. In vier unterschiedlichen Regionen reichen sich alle teilnehmenden Blogger das Buch untereinander weiter, wie bei einem Staffellauf. Ich habe das Buch von Alexandra (Handgeklotzt) übernommen und gebe es nun weiter in den Süden zu Annika.

Die genauen Tourdaten könnt Ihr hier sehen:

Und Euch wünsche ich viel Spaß bei kreativer Umsetzung von nachhaltigen Nähprojekten! Und um bei dem Thema Nachhaltigkeit zu bleiben: schaut doch mal bei Eurer Bücherei vorbei, ob diese vielleicht dieses Buch besitzt. Oder kauft es Euch und verschenkt es nach dem Lesen weiter. So habt Ihr doppelte Freude dran!

Liebe Grüße
Johy

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